Die Schiffsglocken des ADMIRAL SCHEER

 

 

Position der Schiffsglocke auf dem Modell...
Die Schiffsglocke des Scheer (Nr. 1) zu Zeiten der Reichsmarine...
Eine der vier Glocken des Scheer (Nr. 2) im Marinemuseum in Wilhelmshaven.
Standort der Schiffsglocke mit Blick nach Backbord, im Hintergrund der Flugzeugkran...
Die Glocke im Marinemuseum Wilhelmshaven: Man lege das Augenmerk auf den Adler...
Standort der Schiffsglocke mit Blick nach Steuerbord...
Die Glocke an ihrem Stammplatz auf SOPHIE CAESAR...
Auf der Scheer: Schon wieder ein anderes Hoheitsemblem!
Die Glocke im Scheer Haus (Nr. 4): Hier ist auf jeden Fall schon wieder ein anderer Adler zu sehen...
Die Scheer-Glocke Nr. 4 heute...
Die Glocke (Nr. 4) mit dem Bild des Namensgebers und einem Bild von SOPHIE CAESAR im Scheer-Haus...

 

Es ist einfach unfassbar:

Wie es den Anschein hat, verfügte der ADMIRAL SCHEER nicht über drei, sondern über vier Schiffsglocken, was nicht ganz nachvollziehbar ist. Die erste Glocke zeigt das Skagerrak-Wappen zur Zeit der Reichsmarine. Die anderen drei Glocken sind  mit den Hoheitszeichen, dem Reichsadler, des "Dritten Reiches" versehen. Beim Vergleich der Adlerschwingen der Hoheitsembleme der Glocken auf dem mir vorliegenden Bildmaterial (siehe oben) ist es ganz eindeutig, dass drei Schiffsglocken existiert haben müssen...

Ein weiteres Indiz für die Existenz dreier Glocken  mit dem Hoheitszeichen des "Dritten Reiches" sind die Form und ihre Verzierungen:

Die Krone der ersten Glocke ist stufenförmig aufgebaut. Verzierungen befinden sich nicht nur am oberen Abschluss und im Auslauf ihrer Wölbung (unten), sondern auch auf der oberen "Stufe"!

Die zweite Glocke ist in ihrem Kronenbereich abgerundet und weist lediglich an ihrem oberen Abschluss und im Auslauf ihrer unteren Wölbung

Verzierungen auf.

Die dritte Glocke ist nur spärlich verziert. Im oberen Abschluss und im Auslauf der unteren Wölbung befinden sich nur je zwei Wülste. Hauptaugenmerk wurde hier auf eine detaillierte Darstellung des Hoheitszeichens gelegt.

Allen drei Glocken ist gemeinsam, dass der Name "Panzerschiff Admiral Scheer" sehr markant ist.

Der Verbleib von zwei Glocken (hier als 2 und 4 deklariert) ist geklärt: Während die eine, im Kriege beschädigte Glocke als Dauerleihgabe des Kieler Stadtmuseums im Marinemuseum Wilhelmshaven ausgestellt ist, befindet sich die zweite  im Scheer-Haus des Deutschen Marinebundes in Laboe. Das Hoheitszeichen ähnelt sehr stark dem Hoheitszeichen auf der Schiffsglocke der ADMIRAL HIPPER im Marineehrenmal (siehe Foto 6). Das Hakenkreuz musste  aus dem Hoheitsemblem dieses einzigen, der Nachwelt verbliebenen Herzstückes des ADMIRAL SCHEER verschwinden, da die Glocke in einem öffentlichen Gebäude (Scheerhaus/Gastronomie) ausgestellt ist. Es wurde mit Wachs überzogen und  so durch ein bronzefarbenes Siegel ersetzt, was die Glocke für die alten Scheerfahrer zu einem Torso gemacht hat. Es verblieb nur diese Möglichkeit, die dunklen Machtsymbole des Dritten Reiches wirksam zu verdecken, einer deutschen Epoche, zu der sich unsere in sich gefestigte Demokratie endlich bekennen sollte, weil sie einen festen Bestandteil deutscher Geschichte darstellt...

Über den Verbleib der anderen beiden Schiffsglocken der Admiral Scheer (hier als 1 und 3 bezeichnet) ist (bislang) nichts bekannt...

 

Für weitere Hinweise bin ich dankbar!

 

Zum Vergleich: Die Glocke der Admiral Hipper im Marineehrenmal in Laboe...
Antwort vom Marinemuseum in Wilhelmshaven auf meine Anfrage bezüglich zweier zusätzlicher SCHEER-Glocken
Die Glocke der Admiral Hipper heute...

 

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"Wo kommt ihr her?"

 

Dann antwortet stolz:

 

"Vom Schweren Kreuzer Admiral Scheer!"

 

 

 

 

 

 

Aktuelles

Am 09. April wird sich der Tag der Vernichtung des ADMIRAL SCHEER zum 70. Mal jähren!

Hierzu ist eine ausführliche Bild-Dokumentation unter dem Titel "Das Ende in Kiel" im Kapitel über die Geschichte des ADMIRAL SCHEER zu finden...  

 

 

 

TIPPS

Modellbauer finden Anregungen und Details im Kapitel "ADMIRAL SCHEER im Modell" und in Kürze unter dem Kapitel "Schiffbauliche Veränderungen".

 

Geschichtlich Interessierte finden auf den Seiten über den Namensgeber, die Kommandanten und über das Original Informationen und historisch zugeordnetes Bildmaterial.

 

Freunde der "Grauen Flotte" hingegen werden sicherlich das recht umfangreiche Bildmaterial "genießen".