Kiellegung und Aufbau

 

 

Die Bestimmungen des Versailler Vertrages, die sich auf die deutsche Marine bezogen, verfolgten den Zweck, die deutschen Seestreitkräfte in Bezug auf Anzahl, Größe, Alter und Bewaffnung ihrer Schiffe auf einen Stand herabzudrücken, der eine denkbare Verwendung moderner Schiffe und Waffen so gut wie ausschließen sollte.

 

Hierzu gehörte auch die Bindung, dass die Ersatzbauten für die veralteten Einheiten ein Deplacement von 10000 t und die Geschütze eine Stärke von 28 cm nicht überschreiten durften. Damit sollte die Schaffung eines kampfkräftigen, starken Schiffes als Rückhalt leichter Streitkräfte unmöglich gemacht werden - waren doch bereits die leichten Kreuzer der fremden Marinen zu dieser Zeit bereits bei einer Größe von 10000 t angelangt.

 

So war der deutsche Schiffbau gezwungen, neue Wege zu gehen, um einem entsprechenden Anspruch der Marine gerecht zu werden. Durch Verwendung von Leichtmetall (Aluminium) und neuen Stahllegierungen (Baustahl ST 52 und ST 45), durch neu entwickelte Schweissverfahren und durch den Einbau einer völlig neuartigen Motorenantriebsanlage gelang es, zu einer derartigen Raum- und Gewichtsersparnis zu kommen, dass es damit möglich wurde, auf einem Schiff dieser Größenordnung eine Hauptartillerie noch nie dagewesener Größe von 28 cm in zwei Drillingstürmen einzubauen. Darüber hinaus erhielt das Schiff eine ausreichende Mittelartillerie von acht 15-cm-Geschützen, zahlreiche Flakwaffen und acht 53,3-cm-Torpedorohre in zwei Vierlingsgruppen, die von Panzerkalotten geschützt, auf dem Heck positioniert waren.

 

Bei verhältnismäßig guter Panzerung, hoher Geschwindigkeit und großem Aktionsradius entstand mit dem ADMIRAL SCHEER und seinen Schwesterschiffen DEUTSCHLAND und später der ADMIRAL GRAF SPEE eine Schiffsklasse, die schneller als stärkere und stärker als schnellere Gegner war. SOPHIE CAESAR brauchte aus diesem Grund zur Zeit seiner Indienststellung hypothetisch nur drei gegnerische Schiffe zu fürchten.

 

So entstand aus den Zwängen des Versailler Vertrages seiner Art nach ein völlig neuer Kriegsschifftyp - nicht Linienschiff, nicht leichter Kreuzer, sondern Panzerschiff - , der mit seinen vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten und seiner Leistungsfähigkeit die deutsche Flotte in einem möglichen Kriegsgeschehen tatkräftig vertreten konnte und damit ihr Ansehen mit einem Schlage wiederherstellte.

 

 

© 2010 by Volker-Horst Weischenberg

 

 

 

Am Tage des 75-jährigen Bestehens der Werft in Wilhelmshaven, dem 25. Juni 1931, wurde dort das Panzerschiff B unter der Baunummer 123 auf Stapel gelegt...

 

 

 

Auf der Reichsmarinewerft wächst hinter der Holzkonstruktion allmählich das Panzerschiff mit der Baunummer 123 heran...

 

 

 

 

 

 

 

Die Umrisse des Ersatzbaues B sind schon gut zu erkennen...

 

 

 

Der Rumpf ist schon fast fertig. Einzigartiges Erkennungsmerkmal dieses Schiffstyps: Die abgesenkte Heckpartie...

 

 

 

Der bereits geschmückte Rumpf auf der Bauhelling: Bereit für Taufe und Stapellauf...

 

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Und wenn man Euch fragt:

 

"Wo kommt ihr her?"

 

Dann antwortet stolz:

 

"Vom Schweren Kreuzer Admiral Scheer!"

 

 

 

 

 

 

Aktuelles

Am 09. April wird sich der Tag der Vernichtung des ADMIRAL SCHEER zum 70. Mal jähren!

Hierzu ist eine ausführliche Bild-Dokumentation unter dem Titel "Das Ende in Kiel" im Kapitel über die Geschichte des ADMIRAL SCHEER zu finden...  

 

 

 

TIPPS

Modellbauer finden Anregungen und Details im Kapitel "ADMIRAL SCHEER im Modell" und in Kürze unter dem Kapitel "Schiffbauliche Veränderungen".

 

Geschichtlich Interessierte finden auf den Seiten über den Namensgeber, die Kommandanten und über das Original Informationen und historisch zugeordnetes Bildmaterial.

 

Freunde der "Grauen Flotte" hingegen werden sicherlich das recht umfangreiche Bildmaterial "genießen".